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Geothermie-Ausbau wird beschleunigt

  • Autorenbild: Felicia Neumann
    Felicia Neumann
  • 19. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Der Bundestag hat am 4. Dezember das Geothermie-Beschleunigungsgesetz verabschiedet. Damit sollen Genehmigungen für Geothermie-Anlagen, Wärmepumpen, Wärmespeicher und Wärmeleitungen künftig deutlich schneller und einfacher ablaufen.

Geothermie gilt als nahezu unerschöpfliche Energiequelle und könnte langfristig bis zu 25 % des deutschen Wärmebedarfs decken. Schon 2023 wurden rund 26 TWh Wärme durch Geothermie erzeugt. Neben der Erdwärme bieten auch Abwasser, Seen, Flüsse und Luft großes Potenzial für klimafreundliche Wärmeerzeugung – unterstützt durch moderne Wärmespeicher.

Wichtigste Neuerungen des Gesetzes

  • Einstufung als „überragendes öffentliches Interesse“: Geothermie erhält bei Genehmigungen mehr Gewicht – ähnlich wie Wind- und Solarenergie.

  • Beschleunigte Verfahren:

    • Digitale Antragswege verpflichtend

    • Feste Behördenfristen (im Bergrecht z. B. max. 12 Monate)

    • Schnellere Planfeststellungsverfahren für Wärmeleitungen

  • Stärkung der Fernwärme: Straffere Genehmigungen sollen die kommunale Wärmeplanung voranbringen.

  • Mehr Sicherheit: Betreiber müssen künftig eine finanzielle Absicherung für mögliche Bergschäden nachweisen.

Das Gesetz erfüllt einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag und ist Teil des Sofortprogramms der Bundesregierung. Das Inkrafttreten ist für Anfang 2026 vorgesehen.

Weiterführende Quellen

 
 
 

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