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Japan bei Horizon Europe: Neue EU-Fördermöglichkeiten für Forschung und Innovation

Autorenbild: Felicia Neumann
Felicia Neumann
18. Aug.
2 Min. Lesezeit

Die Forschungs- und Innovationszusammenarbeit zwischen Europa und Japan erreicht einen neuen Meilenstein: Japan ist offiziell an Horizont Europa assoziiert. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte zwischen europäischen und japanischen Organisationen.

Was bedeutet die Assoziierung?

Durch die Assoziierung können sich japanische Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen und weitere Organisationen unter vergleichbaren Bedingungen wie Einrichtungen aus EU-Mitgliedstaaten und anderen assoziierten Ländern an Horizont Europa beteiligen.

Die Vereinbarung umfasst insbesondere Säule II „Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas“ von Horizont Europa. Dieser Programmbereich verfügt über ein Budget von insgesamt 52,4 Milliarden Euro und fördert internationale Forschungs- und Innovationsprojekte zu zentralen gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen.

Für japanische Organisationen bedeutet dies unter anderem, dass sie:

  • sich an internationalen Forschungskonsortien beteiligen können,

  • selbst Konsortien koordinieren können,

  • Zugang zu EU-Fördermitteln erhalten und

  • gemeinsam mit europäischen Partnern Forschungs- und Innovationsprojekte umsetzen können.

Japan beteiligt sich im Gegenzug finanziell am Programmbudget für die Teilnahme japanischer Einrichtungen.

Fokus auf Digitalisierung, Gesundheit und Klimaneutralität

Die vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Japan soll insbesondere in strategisch wichtigen Zukunftsfeldern vorangetrieben werden.

Zu den Schwerpunkten zählen die digitale Transformation, Gesundheit sowie Technologien und Innovationen zur Unterstützung der Klimaneutralität. Gerade in diesen Bereichen entstehen damit zusätzliche Möglichkeiten für europäische Organisationen, neue Partnerschaften mit japanischen Akteuren aufzubauen.

Teilnahme bereits seit Anfang 2026 möglich

Japanische Einrichtungen konnten bereits seit Januar 2026 im Rahmen einer Übergangsregelung Anträge für Ausschreibungen der Säule II von Horizont Europa einreichen und als potenzielle Begünstigte berücksichtigt werden.

Darüber hinaus können japanische Organisationen weiterhin an weiteren für Drittstaaten geöffneten Bereichen von Horizont Europa teilnehmen. Dazu gehören beispielsweise Teile der Säule „Wissenschaftsexzellenz“, der Säule „Innovatives Europa“ sowie die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA).

Mit der offiziellen Assoziierung ist Japan nun das 23. an Horizont Europa assoziierte Land.

Neue Möglichkeiten für europäisch-japanische Partnerschaften

Die Assoziierung erleichtert die langfristige Zusammenarbeit zwischen europäischen und japanischen Akteuren erheblich. Für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Europa kann es sich daher lohnen, bei der Entwicklung neuer Horizont-Europa-Projekte gezielt nach geeigneten Partnern in Japan zu suchen.

Insbesondere für kommende Ausschreibungen in Säule II können bestehende Kontakte ausgebaut und neue europäisch-japanische Konsortien aufgebaut werden.

Sie planen ein Forschungs- oder Innovationsprojekt im Rahmen von Horizont Europa und suchen internationale Partner oder Unterstützung bei der Antragstellung? Sprechen Sie uns gerne an.

 
 
 

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